50 schifflände

«der gaul wird wieder mal von hinten aufgezäumt»

eigentlich wäre die vorhandene zeit ausreichend gewesen, die schifflände, wie ursprünglich gedacht, einem ideenwettbewerb zu unterstellen… nichts ist daraus geworden… der stadtrat hat die planung der ersten phase der schifflände in den hauptpunkten selbst entschieden, ohne wie selbst erwähnt, das volk partizipieren zu lassen. in dem später, in der zweiten phase folgenden wettbewerb über die schifflände, kann dann vielleicht noch bestimmt werden wo die papierkörbe und veloständer hinkommen…

misstöne über die vorlage des stadtrats waren in der entscheidenden einwohnerratssitzung überdeutlich zu hören… trotz allen misstönen wurde die vorlage unter gewissem druck dann doch angenommen und für die volksabstimmung freigegeben…

gespräche mit bürgern, diskussionen mit einwohnerräten und verschiedene leserbriefe haben uns in unserer ablehnung zu dieser vorlage bestärkt.

aus folgenden gründen also ein NEIN zur vorlage!

1.  der versprochene, aber nicht durchgeführte wettbewerb

2. die neun meter in den fluss reichenden schwimmenden schiffsanlegestellen; dieser lösungsansatz ist nicht nachvollziehbar, weil er eine wesentliche verringerung der rheindurchgangsbreite mit sich bringt und die stadtansicht stört; alternative ideen ohne die dominanz der monsterstege müssen her (evt. hydraulische lösungen)

3. der nur durch den stegbau notwendige abriss des schiffländegebäudes 

4. die problematische nutzung der suumetzg als wc-anlage; sie suggeriert einen ersatz der toilettenanlage vom schiffländegebäude, es ist aber gerade mal eine einzige öffentliche toilette für hunderte von personen (und wieder so ein selbstverschmutzendes astronauten-wc wie im waaghüsli) - ein no go…

mit dem für die steiner aus heiterem himmel kommenden geschenk der jakob und emma windler stiftung von 13`200`000 fr. muss endlich entsprechend sorgfältig umgegangen werden… eine ganzheitliche, städtebauliche planung der areale - schifflände, unterer und oberer untertorplatz mit parkhaus, friedhof, stadtgarten, hettlerwiese und friedauareal – muss bedingung sein für eine umsetzung… es muss auch begriffen werden, dass die schifflände ein teil dieser planung ist.

stop, wir brauchen endlich ganzheitliche städtebauliche planungen.

also:  NEIN bei der abstimmung!

vision-steinamrhein

der verein www.vision-steinamrhein.ch fördert die öffentliche Diskussion zu planerischen themen in bezug auf die stadt stein am rhein und ihrer umgebung.

jürg guhl    richard gaido    bruno felker   andreas brühlmann

diesen text als pdf ansehen