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Strandbad: Demokratie heisst Mitentscheiden

Trotz Referendum gegen den „Rhiipark“ haben der Stadtrat und der Einwohnerrat beschlossen, unser Strandbad einfach zu schliessen.

Die langsam allen klar werdende, offensichtliche Strategie des Stadtrates und Einwohnerrates, alleine, ohne das lästige Volk, die Entwicklung unserer Stadt zu bestimmen, wird immer deutlicher. Es wird nun auch nicht einmal mehr davon zurückgeschreckt beim Strandbad einfach Tatsachen zu schaffen. Das Mandat zur Umsetzung ist zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht erteilt.

Also wurde umgesetzt, bevor die Stimmbürger darüber abstimmt haben. Dieser Entmündigung der Stimmbürger ist endlich entschieden entgegenzutreten.

Ursprünglich wollten Stadtrat und Einwohnerrat wieder einmal selbstherrlich bestimmen ohne das Volk zu fragen… Darum wurde für das Strandbad „Rhiipark“ zu offensichtlich wieder ein
Investitionsvolumen von Fr. 595‘000 festgelegt, denn ab einem Betrag von Fr. 600‘000 hätte man automatisch abstimmen lassen müssen.

Zum Glück haben genügend mutige Bürger mit dem Zustandekommen eines weiteren fakultativen Referendums dafür gesorgt, dass diese Taktik nicht aufging. Diese Bürger und Initianten rückten unsere demokratischen Errungenschaften wieder ins richtige Licht. Wir dürfen nun dank ihnen am 14. Juni 2015 darüber selber entscheiden.

Nun geschieht jedoch ganz Sonderbares:
Ganz still und leise werden dreist Tatsachen geschaffen. Es verschwinden das grosse Floss im Rhein und der sich drehende Stamm zum draufsitzen wurde entfernt. Der Sprungturm steht zwar noch, ist aber geschlossen. Aus dem frei zugänglichen Kinderbädli wurde ein eingezäunter Ghettobereich. Und zur Krönung wird nun bereits ein neuer Aussen-Zaun erstellt, entlang des von den Stimmbürgern bereits abgelehnten Parkplatzprojektes.

Wer hat alle diese kostenverursachenden Arbeiten in Auftrag gegeben? Mit was für einem Mandat? Dies Alles ist absolut nicht mehr zu verstehen. Die Bürger werden wohl einfach nicht mehr gefragt!!!

Nun darf das Stimmvolk aber doch noch mitbestimmen und den schlauen Taktikern die Stirn bieten. Die grosse Errungenschaft der Demokratie heisst: Mitentscheiden.

Der Illusion, ohne ganzheitlich Planung weiter machen zu können, muss endlich Einhalt geboten werden. Die dauernde Weigerung, einen Stadtentwicklungs- Masterplan für Stein zu erstellen ist skandalös. Selbst im neuen Leitbild kommt dieser nicht vor. Es ist nun endlich Zeit einen solchen zu fordern. Dieser ist durch unabhängige Fachplaner zu erstellen.

Bevor die Planung der Rheinufergestaltung von der Stadtgrenze west bis zum historischen Stadtrand inkl. Friedauareal und Untertorplätze etc. nicht ganzheitlich vorliegt ist jede weitere isolierte und damit kostenintensive Planung abzulehnen.

Bis dahin ist ein Planungs- Aufschub zu fordern. Es muss endlich Schluss sein mit diesen Salami-Taktik- Planungen und Alleingängen.

Die Vorlage vom 14. Juni 2015 ist darum abzulehen.

vision-steinamrhein jürg guhl richard gaido

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ghetto- bädli hinter drahtnetz… kein kommentar

tatsachen schaffen obwohl die stimmürger den parkplatz nicht bewilligten

alles fertig machen… dann stimmen sie schon

blick von oben ins ghetto- bädli

der rhein so leer… kein baumstamm… kein floss… tragisch

der sprungturm… entweder oder… aber bitte keine halben sachen…

reglement… da sind einige vielleicht zu sicher…