31 bahnhof

Gar nid "oisen Bahnhof" !
Das blauweisse SBB-Chläberli suggeriert Volksnähe. Trotzdem schliessen wir uns diesem Slogan nicht an.
Die neugeplante Unterführung der Bahngleise scheint auf den ersten Blick logisch und richtig zu sein. "Es muss doch endlich etwas geschehen" so schlecht wie die Situation jetzt ist.
Nicht nur das Degerfeld und Stein am Rhein, sondern auch Teile von Kaltenbach, Wagenhausen und dem westliches Eschenz sind Benutzer des Steiner Bahnhofs.

Denkt man ein wenig darüber nach "sozusagen auf den zweiten Blick", dann wird allen klar, dass die uns jetzt vorgelegte Planungsvariante lediglich ein wenig Kosmetik enthält.
In keiner Weise wird damit eine grundsätzliche und dringend notwendige Verbesserung erreicht, für die Bewohner und die Verbindung beider Ortsteile rechts und links der Gleise, genau dies müsste aber die uns vorgelegte bauliche Lösung leisten:
Die neue Unterführung soll wohl etwas breiter werden als die jetzige (grad mal 1.6 Meter oder so) plus behindertengerechte Rampe; das war's.
Dazu werden dann noch ein Paar Bäume addiert und überdachte Veloständer;  damit hoffentlich niemand merkt, dass eigentlich nichts Wesentliches verbessert wurde.
All das soll dann den Bürger bisher geschätzte 5'27 Millionen Franken kosten zusätzlich zu den 2'70 Millionen der SBB.

"Herrgott nomoll" ist das wirklich alles was den städtischen Planern und Politikern zu diesem Thema einfällt? Auch die neue Unterfährung wird nach kurzer Zeit verseicht sein wie die jetzige und stinken; so darf doch niemals eine in die Zukunft hineingedachte Planung aussehen.
Notwendig ist doch eine überzeugende öffentliche Wege "Verbindung zwischen der alten Stadt Stein am Rhein und der neuen Stadt Degerfeld überzeugend, das heisst ebenerdig auf Strassenniveau beziehungsweise Platzniveau", sowohl für Fussgänger wie auch für Velofahrer.
Benötigt wird somit die eindeutige Trennung zwischen Öffentlicher Wegeverbindung beider Stadtteile und einer Gleisunterführung für die zugfahrenden Personen. Logischerweise müssten dann auch die Kosten klar getrennt werden.
All das geht, so wie in vielen anderen Städten auch. Es gibt datür wahrlich genug gute Beispiele. Dazu braucht es aber einen klaren planerischen und politischen Willen.
Die vision-steinamrhein hat zu diesem Thema einen aktuellen Planungsvorschlag erarbeitet, aufbauend auf jahrelangen Vorüberlegungen.


Hier das Konzept in seinen wesentlichen Inhalten:

  1. Oberirdische Wegeverbindung zwischen Stein am Rhein und Degerfeld am Bahnhofsplatz; die Quartierbewohner - die nicht Bahn fahren - dürfen nicht in den Untergrund geschickt werden. Dieser Fehler darf nicht neu wiederholt werden.

  2. Barrierefreie Perronzugänge (Unterführung der Gleise) sind ausschliesslich Angelegenheit der SBB und müssen somit separat von der SBB gebaut und finanziert werden.

  3. Benötigt wird ausserdem eine überzeugende Bushalte- und Buswendestelle für private Busunternehmen (Reisegruppen von und zum Bahnhof), sowie eine Empfangs- und Wartehalle

Dieses Konzept würde keinen einzigen Franken mehr kosten als die bisher veranschlagten Beträge der Stadt.
All das sollte öffentlich diskutiert werden. Mit den politischen Akteuren, Baufachleuten und natürlich der Bevölkerung von Stein am Rhein.

Fazit:

Das jetzt zur Abstimmung vorgelegte Bahnhofskonzept muss aus den oben genannten Gründen abgelehnt werden; die Vorlage ist in wesentlichen Punkten unüberlegt und unzureichend. Sie bringt keine Verbesserungen.

26.08.2014

Gesamtübersicht mit dem neuen Bahnhofplatz mit ebenerdigem Fussgänger- und Veloübergang

Schaffhauser Nachrichten vom 28-08.2014


Kleines Schaubild vom Bahnhofsplatz


Schemagrundriss der Wegeführung
Hellblau: Autos   Hellgrün: Fussgänger und Velofahrer   Rot:Autos, Kantonsstrasse
Violett: Haltestellen Bahn/Thurbo


 Â Ausgerechnet: 22.08.2014 in den Schaffhauser Nachrichten (Kosten:2,5 Millionen)
Warum zahlt man in Neunkirch so viel weniger??????


Kreuzungssituation in Karlsruhe (Deutschland)

Achtung, die Bahn kommt!


Oho, ein Signal!


Alles klar, ich muss warten!


Im Schritttempo auch für die Bahn!


Gute Weiterfahrt!


Jetzt gehört der Platz wieder den Fussgängern und Velofahrern.



Warum nicht mit Grünflächen?