21 einsprache degerfeld

An den
Stadtrat Stein am Rhein
Rathaus
8260 Stein am Rhein 

Öffentliche Planauflage - Einwendungsverfahren
Quartierplan Degerfeld Grundstücke GB.Nr. 953/ GB.Nr. 954/
GB.Nr. 1709 sowie Teile der Parzellen GB.Nr. 1116/ GB.Nr. 2834
Öffentliche Planauflage vom 17.06. bis 08.07.2013
Bauverwaltung Mühlestrasse 4 (Herfeld)

 
Einwendung / Einsprache
mit folgender Begründung:

Der Verein vision-steinamrhein beschäftigt sich seit Jahren mit der baulichen Entwicklung von Stein am Rhein und den angrenzenden Gemeinden. Die Einwendung erfolgt fristgerecht innert Auflagefrist.

 1. Formelle Fehler

Das dem vorliegende Quartierplan zugrunde gelegte Entwicklungskonzept Stein am Rhein Süd, ist der Bevölkerung weder bekannt noch von ihr genehmigt.

Die Bevölkerung muss informiert werden über die Nutzung ihrer Landanteile.
Prüfung und Aussagen über Einrichtungen wie
-         Schule, Kindergarten, Kindertagesstätten, Spielplätze
-         Alterswohnungen
-         Quartierzentrum

Die Bevölkerung wurde über den vorliegenden Quartierplan ungenügend informiert.

 2. Inhaltliche Fehler

Der vorgelegte Quartierplanentwurf entspricht in keiner Weise einer zeitgemässen Lösung.
Über das angrenzendes Stadtland Grundstück nördlich GB.Nr. 952
sowie die angrenzende Parzelle GB.Nr. 1710 (Landwirtschaftsfläche) südlich, werden keine Aussagen gemacht.
Es fehlen Zonenübergänge an die angrenzenden Parzellen.
Es fehlt ein ganzheitliches Erschliessungskonzept inklusive den angrenzenden Parzellen. Wegeführung / Platzausbildungen / Grünflächen.
Fehlende Anpassung an die umgebenden Bauten.

3. Antrag                                                                                      
Der vorliegende Quartierplan ist abzulehnen.
Grundlage der Bebauung des Degerfeld- Quartiers kann nur ein schlüssiger, städtebaulicher Entwurf sein.
Der neu zu erarbeitende Quartierplan ist, um die Parzellen GB.Nr. 952 im Norden, um GB.Nr.1710 Landwirtschaftszone, um GB.Nr. 956 Egelsee, um GB.Nr. 1711, um GB.Nr. 1585, um GB.Nr.1586, um GB.Nr. 1587 Industriezone im Süden, zu erweitern.
Nur in einem solchen Gesamtzusammenhang ist die Entwicklung eines stimmigen Bebaungsvorschlages möglich.
Umlaufend der Quartierplangrenze ist eine Übergangszone W2 einzuführen. Nutzungskompensationen sollten zu Gunsten grösserer Freiflächen ermöglicht werden. Aufwertung des Egelsees im Sinne erweiterer Grünzonen / Parkanlagen.
Das RPG hält die Behörden dazu an die Landschaft zu schonen. Dabei sollen naturnahe Landschaften und Erholungsräume erhalten bleiben, insbesondere der unter Schutz stehende Egelsee.

4. Vorschlag

Der neue Quartierplan- Prozess sollte folgende Stufen enthalten:
-         Entwurf eines städtebaulichen Gesamtkonzepts
-         Orientierungsversammlung
-         Entwurf Quartierplan
-         Orientierungsversammlung
-         Vorprüfung
-         Bereinigung
-         Mitwirkungsveranstaltung
-         Gemeindeorientierung
-         Öffentliche Planauflage
-         Genehmigung Regierungsrat
-         Genehmigung Volksabstimmung
-         Realisierung

Wir bitten Sie unsere Einwendung gut zu heissen, und die Gesamtplanung anzugehen.

verein vision-steinamrhein                     

c/o Jürg Guhl, Hoseweg 11, 8260 Stein am Rhein

Stein am Rhein 08.07.2013

Jürg Guhl,                    Richard Gaido,                      Bruno Felker

 

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